Malediven mit Kindern? Alles andere als langweilig! ….auf die Insel kommt es an….

Familienferien im Atmosphere Kanifushi, Lhavyani Atoll

Zugegeben, trotz einiger Jahren Reiseerfahrung war ich etwas skeptisch, ob die Malediven wirklich für Kinder geeignet sind und es meinen beiden Jungs (5 & 8 Jahre) nicht langweilig werden würde. Nichts desto trotz, hat meine Neugier überwogen und ich wollte nun endlich den Inselstaat persönlich kennenlernen. Auf den Malediven herrscht ein feuchttropisches Meeresklima mit angenehm warmen Temperaturen, wodurch sie das ganze Jahr bereist werden können. Im Sommer ist das Wetter zwar durch den Einfluss des Monsuns geprägt (kurze, heftige Regenschauer möglich), im Herbst nimmt das Regenrisiko jedoch bereits wieder ab. Deshalb, und auch mit dem Vorteil von günstigeren Reiseangeboten profitieren zu können, entschieden wir uns  für einen Aufenthalt während den Herbstferien.

Anreise
Die täglichen Flugverbindungen mit Emirates via Dubai haben es uns ermöglicht, einen Zwischenstopp von 4 Tagen in Dubai einzulegen. Die Stadt der Superlativen bietet für jedes Alter etwas und auch Kinder können durch attraktive Angebote (riesige Wasserparks, Wüstenaktivitäten, Dubai Aquarium, Ski-Dubai, Wasserspiele am Burj Khalifa und vieles mehr) begeistert werden. Am 5. Tag unserer Reise ging es dann weiter nach Male. Angekommen am Flughafen in Male hat uns bereits ein Mitarbeiter des Inselresorts „Atmosphere Kanifushi“ erwartet und zum Wasserflugterminal begleitet.  Die Wartezeit bis zum Weiterflug mit dem Wasserflugzeug wurde in der privaten Hotellounge mit kostenlosen Erfrischungen und Snacks verkürzt und hätte für uns auch noch länger dauern können. Dann war essoweit: die Maschine war startklar und der rund 35minütige Überflug war einmalig. Sämtliche Fluggäste zückten ihre Kameras und konnten nicht genug davon kriegen, Bilder von den vielen kleinen Inseln unter ihnen zu schiessen. Angekommen auf Kanifhushi wurden wir mit Trommelgeräuschen begrüsst und vom Hotelpersonal persönlich in Empfang genommen.

Die Insel
Kanifushi liegt im Lhaviyani Atoll, nördlich des Nord Male-Atolls. Die Insel ist ungefähr 2km lang und an den schmalsten Stellen lediglich 90 Meter breit. Durch die Länge der Insel, hat man das Gefühl, dass es sich um eine sehr grosse  Insel handelt, was den Vorteil hat, dass man ständig etwas Neues entdecken kann. Um vom einen Ende zum anderen zu gelangen, hat man die Möglichkeit Fahrräder zu mieten oder sich mit einem Buggy chauffieren zu lassen. Sämtliche Villen befinden sich auf der Sunset-Seite, da nur diese Seite zum Baden geeignet ist. Dennoch hat die Sunrise-Seite ebenso seinen Reiz, da man von einer der unzähligen Schaukeln aus das Meer beobachten und mit etwas Glück gar Delfine oder Schildkröten erblicken kann. Die Insel verfügt über insgesamt 150 Villen, zwei Pools (einer nur für Erwachsene), vier Restaurants, zwei Bars, einen Miniclub (Tischtennis, Tischfussball, Betreuung,…), ein Clubhaus mit Tennisplatz, eine Tauchschule und drei Souvenirshops.

Villen
Auf Kanifushi hat man die Wahl zwischen freistehenden Villen mit oder ohne Privatpool sowie Familienvillen. (Doppelvillen mit Verbindungstüre). Sämtliche Villen bieten vom Schlafzimmer aus einen wunderschönen Blick auf das Meer und haben direkten Zugang zum Sandstrand. Auf 100 Quadratmetern findet man jeglichen Komfort, den man sich wünschen kann. Das Aussenbad mit Whirlpool-Wanne unter freiem Himmel ist ein absolutes Highlight.

Essen & Trinken
Hier kommt man in den Genuss des Platinum Plus-Konzepts. Dabei ist alles was man für einen entspannenten Urlaub braucht inklusive: leckeres Essen in verschiedenen Restaurants, diverse Getränke, Minibar und eine Menge an Sport- und Freizeitaktivitäten. Das Hauptrestaurant „Spice“ am westlichen Ende der Insel, in welchem auch das Frühstück eingenommen wird, bietet für Lunch und Abendessen ein täglich wechselndes Angebot an frischen Speisen. Zudem runden diverse Live-cooking-Stationen das Angebot ab. Die grosse Terrasse bietet einen wunderschönen Blick aufs Meer und mit etwas Glück erspäht man von hier diverse Meeresbewohner. Neben dem „Spice“ befindet sich die Poolbar „Liquid“, wo ebenfalls leichte Snacks und diverse Getränke serviert werden. Am anderen Ende der Insel befinden sich 3 weitere Restaurants mit à la carte-Angebot. Dazu zählen das „Just veg“ (einziges vegetarisches Restaurant auf den Malediven), das Teppanyaki-Restaurant sowie die Sunset-Poolbar. Abgesehen vom Teppanyaki sind alle Restaurants im Preis inbegriffen. Dennoch sollte man es sich leisten und auch dort einmal zu Abend essen. Sitzt man einmal am Grill und kann dem Koch dabei zusehen wie er auf unglaubliche Weise die Speisen zubereitet, wird man es nicht bereuen – einfach eine super Show! Das all inclusive-Konzept hat uns begeistert. Die Qualität der Speisen leidet absolut nicht unter der Quantität.

Aktivitäten
Am einen Ende der Insel findet man die Reception, zwei Souvenirshops, das Sportcenter, das Clubhaus (Billard, Tischtennis, Tennis), den Miniclub (Tischfussball, diverse Spiele und Betreuung) sowie den Hauptpool, in welchem ab und zu Aktivitäten angeboten werden (z.B. Schnuppertauchen). Der Pool am anderen Ende der Insel ist lediglich für Erwachsene vorbehalten, weshalb wir nur den Hauptpool genutzt haben.
Täglich wird ein Ausflug von 3-4 Stunden angeboten. Dabei handelt es sich meist um Bootsfahrten zu Einheimischen-Inseln, Schnorcheltouren mit Picknick oder Sundowner-Bootstouren. Diese Ausflüge sind im Gegensatz zu den meisten anderen Aktivitäten kostenpflichtig, jedoch erhält man pro Aufenthalt eine Exkursion geschenkt. Vom Tauchcenter werden eine Vielzahl an nicht motorisierten Sportarten angeboten, welche ebenfalls im all-inclusive-Paket enthalten sind. So war es uns möglich jeden Tag eine andere Sportart auszuprobieren  – angefangen bei Kanufahren über Stand-up-paddeling, Tretboot bis hin zu Windsurfing. Weiter haben wir die Gelegenheit genutzt von den zweimal täglich angebotenen Schnorchel-Ausflügen zu profitieren. Auch das Erlebnis mit einem Fischerboot aufs Meer zu fahren und sein Glück beim Fischen zu versuchen, liessen wir uns nicht entgehen. Alles selbstverständlich kostenlos. Einzig die motorisieren Sportarten und weitere Ausflüge sind separat zu bezahlen. Das Highlight war eine 3-stündige Bootsfahrt mit einem Speedboat, verbunden mit einem Picknick auf dem Boot. Auf unserer Tour wurde uns ein Spektakel mit Delfinen geboten und wir konnten beim Schnorcheln Schildkröten fotografieren.

Fazit
Das Atmosphere Kanifushi bietet alles was man sich für einen perfekten Urlaub erträumen kann. Und meine Zweifel von Langeweile sind nach diesem Aufenthalt absolut verschwunden. Die Insel bietet für Gross und Klein sehr viel Abwechslung aber auch viele Plätze, wo man sich erholen und einfach das Rauschen der Wellen geniessen kann.

 

 

Über Alexandra Jeker-Blom 5 Artikel
Reisen ist eine Leidenschaft. Eine Leidenschaft, die mich nicht mehr loslässt und immer wieder in die Ferne zieht. Gerade diese Leidenschaft ist es, welche mich seit nunmehr 20 Jahren in meinem Job als Reiseberaterin begleitet. Es fasziniert mich immer wieder aufs Neue, fremde Länder und Kulturen zu entdecken. Von meinen Reisen kehre ich deshalb nie so zurück wie ich gegangen bin – immer kommen weitere schöne Erlebnisse und Erinnerungen dazu, welche ich sammeln konnte. Durch das Reisen mit meinen Kindern hat sich die Art des Reisens mittlerweile etwas verändert. Zwar sind es eher gemütlichere und ruhigere Ferien, die wir verbringen, trotzdem gibt es auch mit Kindern viel zu entdecken und zu erleben. Das Geheimnis einer perfekten Familienreise liegt in der Planung und Vorbereitung. Genau dazu findet ihr in unserem Blog viele nützliche Tipps und Infos, welche eure Familienferien zu perfekten Erholungsferien machen werden.

Hinterlasse jetzt einen Kommentar

Kommentar hinterlassen

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*